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Viele kleine Leute können das Gesicht der Welt verändern

Monatsspruch für Oktober:
Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.
Offenbarung 15,3

 

Liebe Gemeinde,

das Jubiläumsjahr „40 Jahre Zionskirche“ verbindet sich mit vielen Erinnerungen. Ich habe da viel zuzuhören. Eine große Hilfe sind mir dabei Festschrift, Gemeindeblätter und manch andere Notizen, in denen ich mit viel Interesse lese, wie das damals vor 40 Jahren war.

Zum Richtfest am 28. August 1981 war auch der damalige Präsident des Lutherischen Weltbundes Bischof Josijah Kibera mit anwesend. In seiner afrikanischen Kultur gibt es ein Sprichwort, dass sich auch beim Bau dieser Kirche bewahrheitet hatte: „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern, können nur zusammen das Leben bestehen. Gottes Segen soll sie begleiten, wenn sie ihre Wege gehen.“ (S.v.H. 067)

Der damalige Präsident des Landeskirchenamtes Kurt Domsch legte diese Erfahrung mit seinen Worten dar: „Bauen ist immer eine Gemeinschaftsleistung. Nichts kann ein einzelner allein, aber es kommt auf jeden einzelnen an.“

Erik Granbom, der als Bauingenieur den Bau unserer Kirche in der Bayreuther Straße anleitete, konnte dazu ganz eigene Geschichten erzählen, die dann auch in die Festschrift von 2012 zum 30jährigen Bestehen der Kirche mit eingeflossen waren. Auf dieser Seite ist auch das Bild vom Festzug zu sehen: Die Gemeindeglieder legen viele Schritte zurück, um aus der Baracke neben ihrer alten Kirche in die neue Kirche einzuziehen. Es wird viel gedankt. Der Dank richtet sich vor allem an Gott.

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung, heißt es nun 40 Jahre später im Monatsspruch für Oktober. Genau diese Ehrfurcht und Dankbarkeit kann ich auf den Gesichtern ablesen. Gottes Segen hat die vielen Vorbereitungen und das Baugeschehen begleitet. Gottes Segen wird jeden Sonntag erbeten, wenn die Gemeinde ihre Gottesdienste feiert.

So wollten wir auch 25. September gemeinsam mit unseren schwedischen Gästen unseren Erntedankgottesdienst feiern. Der Dank richtete sich an Gott den Schöpfer, für alles was wächst, das Sichtbare und das nicht Sichtbare: unsere Verbindungen untereinander, die uns weiterhelfen, mit Gottes Geleit unsere Wege zu gehen. Das war so, das ist so und es wird so bleiben – mit Gottes Hilfe.

 

Ihre Pfarrerin Rummel

 

 

 

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